← Alle Länder
🇦🇹

Au-pair in Österreich 2026

Taschengeld, Stunden, Versicherung und Aufenthaltsbewilligung, geprüft anhand offizieller österreichischer Quellen.

Von DearAuPair Team · Aktualisiert am 8. Oktober 2026 · Mit offiziellen Quellen abgeglichen

Das Wichtigste auf einen Blick

Taschengeld Mindestens 551,10 € brutto pro Monat (2026), plus Urlaubszuschuss und Weihnachtsremuneration: 15 Monatsentgelte pro Jahr
Stunden Höchstens 16,5 Stunden pro Woche inklusive Arbeitsbereitschaft (Verträge ab 1. Jänner 2026)
Freie Tage Mindestens ein ganzer freier Tag pro Woche
Urlaub 30 Werktage pro Jahr nach dem Urlaubsgesetz, aliquot
Sprachkurs Die Familie zahlt mindestens die Hälfte eines Deutschkurses
Versicherung Familie meldet das Au-pair bei der ÖGK an (gesetzliche Unfallversicherung); Krankenversicherung extra regeln
Alter 18 bis 27 (jünger als 28) für Au-pairs aus Drittstaaten
Dauer Drittstaaten: 6 Monate, einmal um 6 Monate verlängerbar (max. 12)
EU/EWR/Schweiz Keine Bewilligung; Meldezettel binnen 3 Tagen, Anmeldebescheinigung binnen 4 Monaten
Drittstaaten AMS-Anzeigebestätigung + Aufenthaltsbewilligung, Deutsch auf A1-Niveau

Österreich ist eines der am klarsten geregelten Au-pair-Länder Europas, und das ist eine gute Nachricht. Au-pairs sind hier keine informellen Gäste, sondern Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nach dem Hausgehilfen- und Hausangestelltengesetz (HGHAG). Es gibt einen eigenen Mindestlohntarif für Au-pair-Kräfte, eine Anmeldepflicht bei der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) und einen Mustervertrag des Arbeitsmarktservice (AMS). Wenn du die Regeln kennst, weißt du genau, was dich erwartet, egal ob du als Au-pair deinen Koffer für Wien packst oder als Familie in Graz Unterstützung mit den Kindern suchst.

Eine wichtige Änderung für 2026: Für Verträge, die ab 1. Jänner 2026 abgeschlossen werden, gelten höchstens 16,5 Stunden pro Woche und nicht mehr die 18 Stunden, die du auf vielen älteren Seiten noch liest. Das Mindest-Taschengeld bleibt bei 551,10 € brutto pro Monat, weil die Geringfügigkeitsgrenze für 2026 eingefroren wurde.

Wer in Österreich Au-pair sein kann

Staatsangehörige aus der EU, dem EWR und der Schweiz haben Freizügigkeit. Du kannst einreisen, deinen Wohnsitz melden und loslegen, ohne Beschäftigungsbewilligung und ohne AMS-Verfahren. Der Mindestlohntarif für Au-pair-Kräfte gilt trotzdem auch für dich, denn er erfasst alle, die sozialversicherungsrechtlich als Au-pair beschäftigt sind, unabhängig von der Staatsangehörigkeit. Die formale Altersgrenze von 18 bis 27 gehört zu den AMS-Regeln für Au-pairs aus Drittstaaten; für EU-Bürgerinnen und -Bürger gibt es keine AMS-Prüfung, aber die Idee ist dieselbe (ein junger Mensch lebt zum Kulturaustausch in einer Familie), und die meisten Familien suchen in diesem Alter.

Au-pairs aus Drittstaaten können ebenfalls nach Österreich kommen, aber das AMS muss das Au-pair-Verhältnis vorher bestätigen. Laut Sozialministerium stellt das AMS die Anzeigebestätigung nur aus, wenn:

  • die Au-pair-Kraft mindestens 18 und jünger als 28 Jahre ist (die Bestätigung kann nur bis zum 28. Geburtstag laufen);
  • sie in den letzten fünf Jahren nicht schon länger als ein Jahr als Au-pair in Österreich beschäftigt war;
  • sie vor Beginn Deutsch auf A1-Niveau nachweist (z. B. Zertifikate von ÖSD, Goethe-Institut, telc oder ÖIF oder ein Schulzeugnis mit mindestens einem Jahr Deutschunterricht);
  • es sich wirklich um ein Au-pair-Verhältnis handelt: Das Au-pair lebt in der Familie (mindestens ein Elternteil oder Erziehungsberechtigter mit Kind), hilft bei leichten Hausarbeiten einschließlich Kinderbetreuung und ist da, um Österreich kennenzulernen und Deutsch zu vertiefen;
  • im Fall einer Vermittlung eine dazu berechtigte Agentur eingeschaltet wurde. Wenn Familie und Au-pair sich direkt finden, braucht es keine Agentur.

Du weißt noch nicht, welches Land am besten passt? Vergleiche Österreich mit den Nachbarländern Deutschland, Schweiz, Italien und Slowenien oder lies, wie du Au-pair wirst.

Ankommen als Au-pair aus der EU: Schritt für Schritt

  1. Vertrag vor der Abreise unterschreiben. Nimm den AMS-Mustervertrag oder die DearAuPair-Vertragsvorlage für Gastfamilien, angepasst an die österreichischen Regeln (16,5 Stunden, 551,10 €, ein freier Tag, halber Deutschkurs).
  2. Anmeldung bei der ÖGK durch die Familie. Deine Gastfamilie muss dich vor deinem ersten Arbeitstag bei der Österreichischen Gesundheitskasse anmelden. Damit bekommst du eine Sozialversicherungsnummer und bist unfallversichert. Lass dir eine Kopie der Anmeldung geben.
  3. Meldezettel binnen 3 Tagen. Wer in Österreich eine Wohnung bezieht, muss sich binnen drei Tagen bei der Meldebehörde anmelden (Meldeamt bzw. in Wien beim Magistratischen Bezirksamt). Die Familie unterschreibt als Unterkunftgeberin das Meldeformular.
  4. Anmeldebescheinigung binnen 4 Monaten. Wenn du länger als drei Monate bleibst, musst du als EU/EWR- oder Schweizer Staatsangehörige(r) zusätzlich innerhalb der ersten vier Monate eine Anmeldebescheinigung bei der Aufenthaltsbehörde beantragen. Sie muss nicht verlängert werden.
  5. Bankkonto. Das Taschengeld sollte per Überweisung mit Abrechnung kommen. Ein österreichisches oder ein anderes Euro-Konto (IBAN) passt; viele Au-pairs eröffnen ein Konto mit Meldezettel und Reisepass.
  6. Krankenversicherung. Bei geringfügiger Beschäftigung deckt die ÖGK-Anmeldung nur die Unfallversicherung ab, nicht die Krankenversicherung. Kläre das vor der Anreise (siehe Abschnitt Versicherung).

Für die ersten Tage hilft dir unser Survival-Guide für die erste Woche.

Au-pairs aus Drittstaaten: AMS und Aufenthaltsbewilligung

Der Weg für Au-pairs aus Nicht-EU-Ländern hat zwei Stufen, und die Reihenfolge ist entscheidend.

  1. Die Familie zeigt das Au-pair-Verhältnis beim AMS an. Spätestens zwei Wochen vor dem geplanten Beginn schickt die Gastfamilie das Anzeigeformular an ihre regionale AMS-Geschäftsstelle. Wenn der von beiden unterschriebene Vertrag (AMS-Mustervertrag) beiliegt, geht es schneller. Passt alles, stellt das AMS eine Anzeigebestätigung aus, die zunächst sechs Monate gilt.
  2. Das Au-pair beantragt die Aufenthaltsbewilligung. Mit der Anzeigebestätigung beantragt das Au-pair eine Aufenthaltsbewilligung Sonderfälle unselbständiger Erwerbstätigkeit. In der Regel wird der Antrag bei der zuständigen österreichischen Botschaft oder dem Konsulat im Wohnsitzland gestellt; wer visumfrei einreisen darf, kann den Antrag in bestimmten Fällen auch in Österreich stellen. Nötig sind unter anderem ein gültiger Reisepass, ein Foto, ein Unterkunftsnachweis, eine in Österreich gültige Krankenversicherung, die alle Risiken abdeckt, ein Nachweis ausreichender Mittel und die AMS-Anzeigebestätigung. Die Antragsgebühr laut oesterreich.gv.at beträgt 218 €.
  3. Keine Arbeit vor der Bewilligung. Das Au-pair darf erst arbeiten, wenn die Aufenthaltsbewilligung erteilt wurde. Als Touristin oder Tourist einreisen und „inzwischen schon mal anfangen" ist illegal.
  4. Verlängerung. Die Anzeigebestätigung kann einmal um bis zu sechs Monate verlängert werden, wenn das Au-pair-Verhältnis weiterhin die Kriterien erfüllt und das Au-pair Deutsch lernen konnte, etwa nachgewiesen durch einen anerkannten Sprachkurs. Danach muss auch die Aufenthaltsbewilligung verlängert werden.

Gut zu wissen: Die Au-pair-Bewilligung erlaubt keinen Familiennachzug und hängt am konkreten Au-pair-Verhältnis. Ein Familienwechsel bedeutet in der Regel eine neue AMS-Anzeige. Plane Bearbeitungszeit ein und starte den AMS-Schritt früh. Unser Au-pair-Visum-Guide vergleicht Österreich mit anderen Ländern.

Taschengeld und der echte Wert des Aufenthalts

Der Mindestlohntarif für Au-pair-Kräfte (BGBl. II Nr. 286/2025) legt für Au-pairs mit Wohnung und Verpflegung bei der Gastfamilie mindestens 551,10 € brutto pro Monat fest, und zwar für Verträge ab 1. Jänner 2026. Das entspricht der Geringfügigkeitsgrenze 2026, daher fallen bei diesem Betrag für das Au-pair normalerweise keine Sozialversicherungsbeiträge und keine Lohnsteuer an: Brutto ist praktisch netto.

Österreich ist außerdem eines der wenigen Au-pair-Länder mit Sonderzahlungen. Laut Sozialministerium haben Au-pairs Anspruch auf 15 Monatsentgelte pro Jahr: zwölf laufende, zwei als Urlaubszuschuss und eines als Weihnachtsremuneration (fällig am 1. Dezember). Bei kürzeren Aufenthalten werden sie aliquotiert. Für ein ganzes Jahr zum Mindestsatz sind das 15 × 551,10 € = 8.266,50 €.

Zusätzlich zum Geld stellt die Familie:

  • ein eingerichtetes, versperrbares Zimmer zur alleinigen Benützung;
  • volle Verpflegung, die nicht vom Taschengeld abgezogen wird;
  • mindestens die Hälfte des Deutschkurses und die vollen Kosten eines Kurses zur pädagogischen Qualifizierung (z. B. Babysitterkurs), wenn die Familie ihn verlangt;
  • Arbeitskleidung, falls nötig;
  • bei jeder Auszahlung eine datierte Abrechnung über Stunden, Entgelt und Abzüge.

Kannst du Zimmer und Verpflegung nicht nutzen (etwa im Urlaub oder bei Krankheit), sieht der Tarif vor, dass ihr Wert pro Kalendertag mit einem Dreißigstel des sozialversicherungsrechtlichen Bewertungssatzes in Geld abgegolten wird. Viele Familien zahlen zusätzlich ein Öffi-Ticket, einen Handyvertrag oder gemeinsame Ausflüge; das sind Extras, keine Pflicht. Wie Österreich im Vergleich dasteht, zeigt unsere Übersicht Au-pair-Gehalt nach Ländern.

Stunden, freie Tage, Urlaub und Krankenstand

  • Stunden: höchstens 16,5 Stunden pro Woche inklusive Arbeitsbereitschaft für Verträge ab 1. Jänner 2026. Babysitten am Abend, während die Kinder schlafen, zählt mit. Für Verträge, die vor 2026 abgeschlossen wurden, gilt weiterhin der bisherige Tarif.
  • Freier Tag: mindestens ein ganzer freier Tag pro Woche. Der restliche Wochenplan soll auf das Familienleben genauso Rücksicht nehmen wie auf Kurs und Freizeit des Au-pairs.
  • Urlaub: 30 Werktage pro Jahr nach dem Urlaubsgesetz (Werktage inklusive Samstag, also fünf Wochen), bei kürzerem Aufenthalt aliquot. Nicht verbrauchter Urlaub wird am Ende ausbezahlt (Urlaubsersatzleistung).
  • Feiertage: Österreich hat 13 gesetzliche Feiertage, darunter der Nationalfeiertag am 26. Oktober, Mariä Empfängnis am 8. Dezember und der Stefanitag am 26. Dezember. Haltet im Vertrag fest, wie ihr sie handhabt.
  • Krankenstand: Bist du krank oder verletzt, bekommst du dein Entgelt weiter, so wie es § 10 HGHAG vorsieht. Sag der Familie sofort Bescheid und hol dir auf Nachfrage eine ärztliche Bestätigung.

16,5 Stunden klingen nach wenig, und genau darum geht es: In Österreich steht beim Au-pair-Aufenthalt die Sprache und die Kultur im Vordergrund. Eine typische Woche sind zum Beispiel vier Nachmittage mit Abholen von Schule oder Kindergarten plus ein Abend Babysitten. Wenn eine Familie 30 Stunden Hilfe braucht, braucht sie eine Nanny oder einen Betreuungsplatz, kein Au-pair. Unser Vergleich Au-pair vs. Nanny vs. Kita hilft bei der Entscheidung.

Versicherung: wer zahlt was

Unfallversicherung (Familie, Pflicht). Die Familie muss das Au-pair bei der ÖGK anmelden. Bis zur Geringfügigkeitsgrenze umfasst diese Anmeldung die gesetzliche Unfallversicherung, den Dienstgeberbeitrag zahlt die Familie. Das Sozialministerium sagt es ausdrücklich: Eine private Unfallversicherung ersetzt die Anmeldung zur gesetzlichen Unfallversicherung nicht.

Krankenversicherung (extra regeln). Weil 551,10 € genau an der Geringfügigkeitsgrenze liegen, ist das Au-pair über die Beschäftigung nicht automatisch krankenversichert. Möglichkeiten:

  • Au-pairs aus Drittstaaten müssen für die Aufenthaltsbewilligung eine in Österreich gültige Krankenversicherung nachweisen, die alle Risiken abdeckt; auch der AMS-Mustervertrag verlangt eine private Krankenversicherung, wenn kein Sozialversicherungsabkommen greift.
  • Au-pairs aus der EU sollten mit ihrer Versicherung im Heimatland und der ÖGK klären, welcher Schutz gilt, sobald sie in Österreich wohnen; eine weitere Möglichkeit ist die Selbstversicherung bei geringfügiger Beschäftigung bei der ÖGK.
  • Familien können die Prämie übernehmen: Laut einer Sonderregelung im ASVG zählen die Kosten einer privaten Krankenversicherung (genau wie Zimmer, Verpflegung, Sprachkurs und kulturelle Veranstaltungen) nicht zum Entgelt und sind beitragsfrei.

Haftpflichtversicherung. Gesetzlich nicht vorgeschrieben, aber viele Familien prüfen, ob ihre Haushaltsversicherung mit Privathaftpflicht auch Schäden durch das Au-pair abdeckt, zum Beispiel einen Kratzer am Nachbarauto mit dem Familienrad.

Deutschkurs und Studium

Der Deutschkurs ist das Herzstück eines Au-pair-Aufenthalts in Österreich. Die Familie muss dem Au-pair den Kursbesuch ermöglichen und laut Mindestlohntarif mindestens die Hälfte der Kosten tragen. Für Au-pairs aus Drittstaaten ist ein anerkannter Kurs außerdem die Voraussetzung für die Verlängerung um sechs Monate.

Praktische Tipps: In Wien, Graz, Linz, Salzburg und Innsbruck gibt es Volkshochschulen und Sprachenzentren der Universitäten mit Kursen am Vormittag und am Abend. Such dir einen Kurs, der zu deinen Stunden passt, bevor du unterschreibst. Österreichisches Deutsch hat seine eigenen Wörter (Jänner, Paradeiser, Sackerl, Topfen), und Dialekte können vor allem in Tirol und der Steiermark stark sein, aber Hochdeutsch versteht jede und jeder. Nach einem Jahr erreichen viele Au-pairs B1 oder B2, und manche bleiben für ein Studium an einer österreichischen Universität.

Für Gastfamilien: Pflichten und monatliche Kosten

Als Gastfamilie in Österreich bist du private Arbeitgeberin bzw. privater Arbeitgeber. Deine Checkliste:

  1. Einen schriftlichen Au-pair-Vertrag abschließen (das AMS stellt einen Mustervertrag bereit).
  2. Bei Au-pairs aus Drittstaaten: spätestens zwei Wochen vor Beginn beim AMS anzeigen und Anzeigebestätigung sowie Aufenthaltsbewilligung abwarten.
  3. Das Au-pair vor dem ersten Arbeitstag bei der ÖGK anmelden.
  4. Beiträge an eine Betriebliche Vorsorgekasse nach dem BMSVG zahlen: 1,53 % des Entgelts. Die Kasse wählst du selbst.
  5. Mindestens 551,10 € pro Monat mit datierter Abrechnung zahlen, plus Urlaubszuschuss und Weihnachtsremuneration.
  6. Ein versperrbares, eingerichtetes Zimmer, volle Verpflegung, mindestens den halben Deutschkurs, einen ganzen freien Tag pro Woche und 30 Werktage Urlaub pro Jahr gewähren.
  7. Höchstens 16,5 Stunden pro Woche inklusive Arbeitsbereitschaft einplanen.

Typische Kosten pro Monat (2026), aufs Jahr gerechnet:

Posten Pro Monat
Taschengeld (gesetzliches Minimum) 551,10 €
Urlaubszuschuss + Weihnachtsremuneration (3 × 551,10 € ÷ 12) ≈ 137,78 €
Unfallversicherung (Dienstgeberbeitrag, rund 1,1 %) ≈ 7–8 €
Mitarbeitervorsorge BMSVG (1,53 %) ≈ 10–11 €
Gesetzliches Minimum, Zwischensumme ≈ 706 €
Halber Deutschkurs (je nach Kurs) Unterschiedlich, Schätzung 30–100 €
Verpflegung für eine weitere Person (Schätzung) Schätzung 200–300 €
Optional: Öffi-Ticket, Handy, Krankenversicherungsprämie Unterschiedlich

Die Werte für Verpflegung und Kurs sind grobe Schätzungen, keine offiziellen Zahlen. Rechne deine eigenen Kosten mit dem Au-pair-Kostenrechner nach und lies die ausführliche Kostenaufstellung. Verglichen mit privater Betreuung für Abholen und Abende ist ein Au-pair oft ein gutes Modell, aber nur, wenn ihr wirklich jemanden als Teil der Familie bei euch wohnen lassen wollt.

So wirst du eine großartige Gastfamilie: Schreib einen klaren Wochenplan, zeig dem Au-pair in der ersten Woche die Umgebung, esst gemeinsam, nehmt es zu Ausflügen mit, respektiert den freien Tag und den Kurs und zahlt pünktlich mit Abrechnung. Unser Handbuch für den ersten Monat und der Guide für Familien gehen ins Detail. Ein Au-pair auf DearAuPair zu finden kostet eine einmalige Mitgliedschaft ab 9,99 €, ohne automatische Verlängerung und ohne Agenturgebühren.

Vertrag, Kündigung und vorzeitiges Ende

Halte das Au-pair-Verhältnis immer schriftlich fest: Beginn und Ende, Stunden, Taschengeld, freie Tage, Urlaub, die Regelung zum Kurs und die Hausregeln. Im AMS-Mustervertrag, den Familien mit Au-pairs aus Drittstaaten der AMS-Anzeige beilegen, steht, dass beide Seiten den Vertrag ohne Angabe von Gründen mit einer Kündigungsfrist von einer Woche lösen können. Achte darauf, dass dein Vertrag dasselbe oder Großzügigeres vorsieht, und vereinbart für die ersten Wochen eine kurze Probezeit, in der ihr offen besprecht, wie es läuft.

Endet der Aufenthalt früher, zahlt die Familie das Taschengeld bis zum letzten Tag, die aliquoten Sonderzahlungen und den offenen Urlaub. Das Au-pair muss über die Mittel für die Rückreise verfügen, das verlangt der AMS-Vertrag ausdrücklich. Au-pairs aus Drittstaaten sollten wissen, dass ihre Bewilligung am Au-pair-Verhältnis hängt: Eine neue Familie bedeutet eine neue AMS-Anzeige. Vorlage: DearAuPair-Vertragsvorlage.

Wo Au-pairs leben: Wien, Graz, Linz, Salzburg, Innsbruck

  • Wien: mit Abstand die größte Stadt und dort, wo die meisten Gastfamilien leben. Hervorragende Öffis (U-Bahn, Bim, Bus), Museen, Kaffeehäuser und eine große internationale Community. Die größte Auswahl an Deutschkursen. Die Mieten sind die höchsten im Land, was für Au-pairs in einer Familie aber weniger ins Gewicht fällt.
  • Graz: Österreichs zweitgrößte Stadt und eine große Studentenstadt in der Steiermark, mit entspannter Altstadt, guter Straßenbahn und jungem Flair. Slowenien ist schnell erreichbar.
  • Linz: die oberösterreichische Landeshauptstadt an der Donau, bekannt für Industrie, das Ars Electronica Center und gute Zugverbindungen nach Wien und Salzburg.
  • Salzburg: kompakt, wunderschön und touristisch, mit den Alpen vor der Haustür und Bayern gleich nebenan. Die Lebenshaltungskosten sind für eine Stadt dieser Größe hoch.
  • Innsbruck: die Tiroler Landeshauptstadt mitten in den Bergen: Skifahren im Winter, Wandern im Sommer. Kräftiger Dialekt, eine Universität und ein sportlicher Lebensstil.

Viele Familien leben auch in kleinen Orten, wo Auto oder Regionalzug unverzichtbar sind. Frag die Familie, wie du zu deinem Kurs kommst. Das österreichweite KlimaTicket und die regionalen Tickets haben Ermäßigungen für junge Menschen; prüft die aktuellen Preise, bevor ihr ausmacht, wer zahlt.

Häufige Probleme und Warnsignale

  • Zu viele Stunden: 25 oder 30 Stunden pro Woche oder jeden Abend Babysitten ist kein Au-pair-Verhältnis. Die Grenze liegt bei 16,5 Stunden inklusive Arbeitsbereitschaft.
  • Nur bar, keine Abrechnung: Die Familie muss dir eine datierte Abrechnung über Stunden, Entgelt und Abzüge geben.
  • Keine ÖGK-Anmeldung: Ohne sie bist du nicht unfallversichert. Lass dir die Anmeldung vor Beginn zeigen.
  • „Komm erst einmal als Touristin": Au-pairs aus Drittstaaten dürfen erst mit erteilter Aufenthaltsbewilligung arbeiten.
  • Kein Deutschkurs oder kein freier Tag: Beides gehört zur Vereinbarung und ist kein Gefallen.
  • Weniger als 551,10 € oder keine Sonderzahlungen bei Verträgen ab 2026.
  • Kein eigenes, versperrbares Zimmer.

Was tun? Sprich zuerst mit der Familie und verweise auf den Vertrag. Hilft das nicht, berät die Arbeiterkammer kostenlos im Arbeitsrecht, und das AMS hilft bei Fragen zur Anzeigebestätigung. Im Notfall wähle 112. Mehr dazu im Sicherheits-Guide und in unserer Liste der Warnsignale, bevor du zusagst.

Familie oder Au-pair finden auf DearAuPair

DearAuPair ist eine Plattform, keine Agentur: Familien und Au-pairs finden sich direkt. Au-pairs legen ein kostenloses Profil an (ohne Kreditkarte) und können sich bei Familien bewerben oder ihnen zeigen, dass sie interessiert sind. Familien verifizieren eine Karte, damit die Plattform spamfrei bleibt, und kaufen eine einmalige Mitgliedschaft (9,99 € für einen Monat, 19,99 € für drei, 29,99 € für sechs), ohne automatische Verlängerung und ohne Agenturgebühren. Danach chattet ihr, macht einen Videocall in der App und einigt euch auf einen Vertrag nach österreichischen Regeln.

Du kommst aus einem bestimmten Land? Schau dir unsere Seiten für Au-pairs aus Ungarn, Polen, Rumänien und Italien nach Österreich an, dazu den Guide für Au-pairs. Wenn du auch den größeren deutschsprachigen Markt nebenan überlegst, lies einen Tag im Leben eines Au-pairs in Deutschland.

Offizielle Quellen

Wir gleichen diese Regeln mit den offiziellen Quellen unten ab. Regeln ändern sich – prüfe sie vor Vertragsabschluss oder Anreise immer bei der zuständigen Behörde.

Live auf DearAuPair

Au-pairs, die eine Familie in Österreich suchen

Jetzt verfügbar
21
Typisches Alter
18–25
Sprechen Englisch
81%
Erfahrung mit Kindern
71%

62 % haben einen Führerschein · Häufigste Nationalitäten: 🇫🇷 Frankreich (5), 🇮🇹 Italien (5), 🇩🇪 Deutschland (4)

Registrieren und Profile ansehen

Au-pairs aus EU, EWR und Schweiz mit vollständigem Profil, die offen für dieses Land sind. Täglich aktualisiert, anonym.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel Taschengeld bekommt ein Au-pair in Österreich 2026?

Für Au-pair-Verträge, die ab 1. Jänner 2026 abgeschlossen werden, legt der Mindestlohntarif für Au-pair-Kräfte mindestens 551,10 Euro brutto pro Monat fest. Das entspricht genau der Geringfügigkeitsgrenze 2026. Dazu kommen Sonderzahlungen: insgesamt 15 Monatsentgelte pro Jahr (zwei als Urlaubszuschuss, eines als Weihnachtsremuneration), bei kürzeren Aufenthalten aliquot. Zimmer und volle Verpflegung kommen zusätzlich und werden nicht abgezogen.

Wie viele Stunden darf ein Au-pair in Österreich arbeiten?

Für Verträge ab 1. Jänner 2026 sehen der Mindestlohntarif für Au-pair-Kräfte und der AMS-Mustervertrag höchstens 16,5 Stunden pro Woche vor, und zwar inklusive Arbeitsbereitschaft (zum Beispiel Babysitten, während die Kinder schlafen). Mindestens ein ganzer Tag pro Woche ist frei.

Wie alt darf ein Au-pair in Österreich sein?

Für Au-pairs aus Drittstaaten stellt das AMS die Anzeigebestätigung nur aus, wenn die Au-pair-Kraft mindestens 18 und jünger als 28 Jahre ist. Die Bestätigung kann nur bis zum 28. Geburtstag laufen. Au-pairs aus der EU, dem EWR und der Schweiz durchlaufen kein AMS-Verfahren, die meisten Familien orientieren sich aber am selben Alter von 18 bis 27.

Brauchen Au-pairs aus Nicht-EU-Ländern ein Visum für Österreich?

Ja. Sie brauchen eine Aufenthaltsbewilligung Sonderfälle unselbständiger Erwerbstätigkeit. Vorher muss die Gastfamilie das Au-pair-Verhältnis spätestens zwei Wochen vor Beginn beim AMS anzeigen und eine Anzeigebestätigung erhalten, die für den Antrag nötig ist. Arbeiten darf das Au-pair erst, wenn die Aufenthaltsbewilligung erteilt wurde.

Wer zahlt die Versicherung für ein Au-pair in Österreich?

Die Gastfamilie muss das Au-pair vor Arbeitsantritt bei der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) anmelden. Bei 551,10 Euro im Monat ist das Au-pair geringfügig beschäftigt, es besteht also nur die gesetzliche Unfallversicherung, deren Beitrag die Familie zahlt. Eine Krankenversicherung ist damit nicht automatisch dabei: Au-pairs aus Drittstaaten müssen eine umfassende Krankenversicherung nachweisen, und Familien können eine private Krankenversicherung beitragsfrei übernehmen.

Wie lange darf ein Au-pair in Österreich bleiben?

Für Au-pairs aus Drittstaaten gilt die AMS-Anzeigebestätigung sechs Monate und kann einmal um bis zu sechs Monate verlängert werden, also maximal zwölf Monate. Das Au-pair darf in den letzten fünf Jahren nicht schon länger als ein Jahr als Au-pair in Österreich gearbeitet haben, und für die Verlängerung braucht es einen Nachweis über das Deutschlernen, etwa einen Sprachkurs.

Was kostet ein Au-pair eine Gastfamilie in Österreich pro Monat?

Das gesetzliche Minimum liegt im Jahresschnitt bei rund 700 Euro pro Monat: 551,10 Euro Taschengeld, rund 138 Euro für die anteiligen Sonderzahlungen sowie kleine Beiträge für Unfallversicherung und Mitarbeitervorsorgekasse (BMSVG). Dazu kommen mindestens die Hälfte des Deutschkurses, Verpflegung und Extras wie ein Öffi-Ticket.

Wie finde ich ein Au-pair oder eine Gastfamilie in Österreich?

Auf DearAuPair legen Au-pairs kostenlos ein Profil an, Familien durchsuchen verifizierte Au-pair-Profile, chatten und machen einen Videocall, bevor sie sich einigen. Familien verifizieren eine Karte und zahlen eine einmalige Mitgliedschaft ab 9,99 Euro, ohne automatische Verlängerung und ohne Agenturgebühren.

Starte deine Au-pair-Reise in Österreich

Kostenlos für Au pairs · Keine Kreditkarte · Keine Agenturgebühren

Kostenloses Profil erstellen

🇦🇹 Österreich: mehr für Au-pairs

Mehr über das Au-pair-Leben